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	<title>CultdudesMärchen | Cultdudes</title>
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	<description>Sind wir zu schlau, bist du zu dumm!</description>
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		<title>Rotkäppchen und der böse Wolfrasenmäher</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 19:50:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war einmal ein Mädchen, das lebte in einem sehr verschlafenen Ort. Der war so verschlafen, dass es nur einen Konsum gab. Und genau dort arbeitete sie als Sektverkäuferin und hoffte jeden verdammten Morgen, dass irgendjemand diesen Laden abfackeln würde, sodass sie sich ‘nen dicken auf Kosten des Staates machen kann. Da sie an kreisrundem Haarausfall litt, trug sie auch immer ein rotes Käppchen. Der normale Arbeitstag von diesem Mädchen sah wirklich nicht sehr einfach aus. Sie musste tagtäglich Sektkisten aus dem Keller schleppen und danach auch noch freundlich zu den Kunden sein. So passierte es auch mal, dass sich eine dicke Frau eine Verkostung von einem süßen Chardonnay wünschte. Da unser Rotkäppchen jedoch noch neu im Geschäft war, wusste sie nicht so recht, wie sie solch eine Flasche richtig öffnen sollte. Ihr Vater ist ein begeisterter Formel 1 Gucker, und somit hatte sie noch im Kopf, wie man durch das Schütteln der Flasche den Korken zum Rausschuss bringen konnte. Leider flog dieser korkeichene Pfropfen in die Fresse von unserem Mädchen und sie wurde auf einem Auge blind. Somit rennt sie nun mit einer Augenklappe und einer Roten Kappe durch die Gegend. Kein wahrhaft schönes Bild, wenn sie diese beiden [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Es war einmal ein Mädchen, das lebte in einem sehr verschlafenen Ort. Der war so verschlafen, dass es nur einen Konsum gab. Und genau dort arbeitete sie als Sektverkäuferin und hoffte jeden verdammten Morgen, dass irgendjemand diesen Laden abfackeln würde, sodass sie sich ‘nen dicken auf Kosten des Staates machen kann. Da sie an kreisrundem Haarausfall litt, trug sie auch immer ein rotes Käppchen.<br />
Der normale Arbeitstag von diesem Mädchen sah wirklich nicht sehr einfach aus. Sie musste tagtäglich Sektkisten aus dem Keller schleppen und danach auch noch freundlich zu den Kunden sein. So passierte es auch mal, dass sich eine dicke Frau eine Verkostung von einem süßen Chardonnay wünschte. Da unser Rotkäppchen jedoch noch neu im Geschäft war, wusste sie nicht so recht, wie sie solch eine Flasche richtig öffnen sollte.<br />
Ihr Vater ist ein begeisterter Formel 1 Gucker, und somit hatte sie noch im Kopf, wie man durch das Schütteln der Flasche den Korken zum Rausschuss bringen konnte.<br />
Leider flog dieser korkeichene Pfropfen in die Fresse von unserem Mädchen und sie wurde auf einem Auge blind. Somit rennt sie nun mit einer Augenklappe und einer Roten Kappe durch die Gegend. Kein wahrhaft schönes Bild, wenn sie diese beiden Sachen abends ablegt, was der Grund dafür ist, dass sie mit 23 Jahren immer noch keinen Freund hatte.<br />
Rotkäppchens Tag ging auch nach der Arbeit noch weiter. Da ein Altersheim zu teuer ist und keiner eine Oma bei sich wohnen haben möchte, haben Rotkäppchens Eltern beschlossen, die Alte in der Gartensparte des Dorfes unterzubringen. Sie wartete jeden Tag in der alten Laube darauf, dass Rotkäppchen ihr alte Feinkosthäppchen vom Sektverkauf brachte. Bei jedem Besuch legte sie auch immer großen Wert darauf, dass sie Glas statt Plastikbehälter nahm, da das immer so schön scheppert, wenn man vom Wegrand abkommt.<br />
So schloss sie Fenster und Türen des kleinen Geschäfts und machte sich auf dem Weg zu ihrer Oma. Sie verließ ihren Heimatort und folgte den Wegweisern nach Quermaten. Sie musste durch einen unheimlich dichten Fichtendickicht gehen. Nach ner guten viertel Stunde sah sie am Ende des Weges ein Schild auf dem da Stand: „Überqueren der Weide auf eigene Gefahr“. Da dort eh nur ein paar entzückend aussehende Schäfchen waren, dachte sie sich nichts weiter und überquerte die Weide.<br />
Die Wiese verschwand schon am Horizont, als sie plötzlich ein merkwürdiges Geräusch wahrnahm. Sie drehte sich um und sah ein vollkommen bedäppertes Schaf, welches treudoof grinste. Rotkäppchen legte einen Schritt zu, um das Vieh loszuwerden, doch es nützte nichts. Das Schaf hatte es wohl auf die Probehäppchen im Korb abgesehen. Als sie es mit ignorieren versuchte, drehte das Schaf durch und rammte sie mit seinem dicken Schädel.<br />
Rotkäppchen wollte jetzt am liebsten ein Buttermesser aus der Tasche nehmen und dem Schaf eine Lektion erteilen. Doch leider war sie Pazifist und so tierlieb, dass sie sich durchweg veganisch ernährte. Deshalb packte sie Reste einer Schmalzstulle auf den Boden, sodass das Schaf erstmal ne Weile beschäftigt war.<br />
Sie nahm die Beine in die Hand und rannte vorbei an Werbeplakaten, Müllsäcken und Porzellanenten zur Gartenspate der Oma.<br />
Sie Ging den Hauptgang der Spate lang und wurde gleich von ein paar dicken Männern begrüßt, welche in weißem Unterhemd und kurzen Hosen an nem Grill standen und literweise Bier tranken. Aufgrund der langanhaltenden Dürre in dieser Spate, hatten die beiden Männer ihren Rasensprenger schon den ganzen Tag an, was Rotkäppchen jedoch nicht bemerkte und auf dem nassen Rasen ausrutschte und das Glas zerbrach. Ihr lief der ganze Suff auf ihre Kleidung, weshalb sie nun auch danach roch.<br />
Als sie sich aufrappeln wollte, stoß sie sich auch noch versehentlich ihren Kopf an einem Wolf-Rasenmäher, den sich die Oma von Hellweg ausgeliehen hat. Das Ding war jetzt auch noch kaputt.<br />
Von den Flüchen und Schmerzensschreien genervt, kam eine alte Frau aus ihrer Laube, welche sich später als die sagenumwobene Großmutter persönlich rausstellen sollte.<br />
Wütend darauf, dass ihre Sektflaschen zerbrochen waren und ihre Enkelin auch noch einen gemieteten Rasenmäher zerstörte, verpasste die Oma unserem Rotkäppchen ordentlich Dresche mit einer Bosch Unkrautbürste, sodass sie ohnmächtig wurde. Dann nahm sich die alte zierliche Frau den Korb und fraß alle Probehäppchen auf.<br />
Als Rotkäppchen wieder zu sich kam, resignierte sie ihre Situation. Zu ihrem kreisrunden Haarausfall und der Augenklappe kamen jetzt auch noch ein aufgeplatzter Schädel und eine ausgehängte Schulter mit hinzu. Manche Leute haben heutzutage einfach kein Glück mehr.<br />
Auf dem Heimweg, ging sie zu einer Tankstelle und holte sich eine Flasche Jägermeister um die grauenvollen Schmerzen zu kompensieren.<br />
Was dann aus ihr wurde, wissen wir leider nicht. Doch man munkelt, dass sie die ganze Zeit von einem rotfixierten Schaf belästigt wurde und im Anschluss in einem Dickicht voller tollwütiger Eichhörnchen landete und fortan ein glückliches und zufriedenes Leben führte.</p>
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		<title>Das Moderne Schneewittchen – Comicversion</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 16:06:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das hat jetzt noch gefehlt! Nachdem wir schon 4 Märchen rausgebracht haben, konnte ich nicht an mich halten das ganze einmal in einer Comicversion rauszubringen. Die Geschichte ist wie gehabt: Schneewittchen ist ein Kreuzberger Modepüppchen, welche von ihrer LSD-Süchtigen Stiefmutter runtergemacht wird und irgendwann von zu Hause abhaut. Auch bekannte Größen haben sich unseren Comic reingezogen. Hier eine bescheidene Auswahl an Kritiken: &#8220;Die nehmen doch Drogen!&#8221; &#8211; Amy Weinhaus &#8220;I don&#8217;t eat that&#8221; &#8211; Paris Hilton &#8220;You&#8217;re rocktastic, dudes!&#8221; &#8211; Mick Jagger Related posts: Das Moderne Schneewittchen Hänsel und Gretel – Soziale Sicherheit durch moralische Differenzen
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="Schneewittchen" src="http://cultdudes.net/bilder/schneewittchencomic.jpg" alt="" width="550" height="582" /></p>
<p>Das hat jetzt noch gefehlt!</p>
<p>Nachdem wir schon 4 Märchen rausgebracht haben, konnte ich nicht an mich halten das ganze einmal in einer Comicversion rauszubringen.</p>
<p>Die Geschichte ist wie gehabt: Schneewittchen ist ein Kreuzberger Modepüppchen, welche von ihrer LSD-Süchtigen Stiefmutter runtergemacht wird und irgendwann von zu Hause abhaut.</p>
<p>Auch bekannte Größen haben sich unseren Comic reingezogen. Hier eine bescheidene Auswahl an Kritiken:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die nehmen doch Drogen!&#8221; &#8211; Amy Weinhaus</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;I don&#8217;t eat that&#8221; &#8211; Paris Hilton</p></blockquote>
<blockquote><p>&#8220;You&#8217;re rocktastic, dudes!&#8221; &#8211; Mick Jagger</p></blockquote>
<p><a href="http://cultdudes.net/downloads/comics/schneewittchen_72.pdf"><img class="alignnone" title="Download 75 DPI Version" src="http://cultdudes.net/bilder/down_sn_75.jpg" alt="" width="150" height="45" /></a> <a href="http://cultdudes.net/downloads/comics/schneewittchen_150.pdf"><img class="alignnone" title="Download 75 DPI Version" src="http://cultdudes.net/bilder/down_sn_150.jpg" alt="" width="150" height="45" /></a> <a href="http://cultdudes.net/downloads/comics/schneewittchen_300.pdf"><img class="alignnone" title="Download 75 DPI Version" src="http://cultdudes.net/bilder/down_sn_300.jpg" alt="" width="150" height="45" /></a></p>
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		<title>Dornenhöschen (oder auch: Wenn Metzger wütend werden)</title>
		<link>http://cultdudes.net/2009/02/26/dornroschen-oder-auch-wenn-metzger-wutend-werden/</link>
		<comments>http://cultdudes.net/2009/02/26/dornroschen-oder-auch-wenn-metzger-wutend-werden/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2009 11:21:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Butz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aus unserer Reihe der modernen, deutschen Märchen der Gebrüder Grimm &#8211; heute das allseits beliebte Dornenhöschen auf aktuellem Stand der Dinge. Präsentiert von Butz. Es war einmal ein Mädchen, das gerne mal einen über den Durst getrunken hat. Sie war die Tochter zweier Satanisten. Damals, als sie ein frisch geborener Säugling war, machten die Eltern eine dunkle Opfergabenfeier für sie. Das Highlight des Abends war die Geschenkvergabung. Die 12 hirnlosesten Teufelsanbeter wünschten Dornröschen u.a. ein nie ausgehenden Schnapsvorrat, viel Schweineblut und ein gutes Verhältnis zu Onkel Satan. Auf einmal stürmte der Schlachtmeister ihres Vertrauens in die Fete. Er war zutiefst verletzt, nicht eingeladen worden zu sein. Gerade, weil er Connections zu Blutquellen herstellte. In seiner Wut wünscht er sich, dass das Mädchen sich zu ihrem 16. Geburtstag an einer Heroinnadel sticht und Tod umfällt (Außerdem würde es keine Wiener auf die Hand für das kleine Mädchen geben). Niemand hatte einen Wunsch mehr frei um diesen auszuschalten. Die Eltern beendeten die Blutbadparty und beschlossen für immer clean zu werden und alle Spritzen wegzuwerfen. Nun, wo das Mädchen 15 Jahre alt war, und eine nicht so schöne Kindheit hatte, da sie nie eine Wiener auf die Hand beim Fleischer bekam, war es [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Aus unserer Reihe der modernen, deutschen Märchen der Gebrüder Grimm &#8211; heute das allseits beliebte Dornenhöschen auf aktuellem Stand der Dinge. Präsentiert von Butz.</p>
<p><img class="alignnone" title="Dornröschen" src="http://cultdudes.net/bilder/dornrose.jpg" alt="" width="550" height="352" /></p>
<p>Es war einmal ein Mädchen, das gerne mal einen über den Durst getrunken hat. Sie war die Tochter zweier Satanisten.<br />
Damals, als sie ein frisch geborener Säugling war, machten die Eltern eine dunkle Opfergabenfeier für sie. Das Highlight des Abends war die Geschenkvergabung.<br />
Die 12 hirnlosesten Teufelsanbeter wünschten Dornröschen u.a. ein nie ausgehenden Schnapsvorrat, viel Schweineblut und ein gutes Verhältnis zu Onkel Satan. Auf einmal stürmte der Schlachtmeister ihres Vertrauens in die Fete.<br />
Er war zutiefst verletzt, nicht eingeladen worden zu sein. Gerade, weil er Connections zu Blutquellen herstellte. In seiner Wut wünscht er sich, dass das Mädchen sich zu ihrem 16. Geburtstag an einer Heroinnadel sticht und Tod umfällt (Außerdem würde es keine Wiener auf die Hand für das kleine Mädchen geben).<br />
Niemand hatte einen Wunsch mehr frei um diesen auszuschalten. Die Eltern beendeten die Blutbadparty und beschlossen für immer clean zu werden und alle Spritzen wegzuwerfen.<br />
Nun, wo das Mädchen 15 Jahre alt war, und eine nicht so schöne Kindheit hatte, da sie nie eine Wiener auf die Hand beim Fleischer bekam, war es an der Zeit mehr auf sie aufzupassen. Doch da die Satanisteneltern unverantwortlich waren, taten sie es nicht.<br />
Das Mädchen, das auch keine Freunde hatte, wegen ihren seltsamen Klamotten, betrank sich in ihrem Zimmer um ihren Geburtstag zu feiern. Sie trank und trank eine Flasche nach der anderen.<br />
Da ihre Eltern nicht da waren, beschloss sie etwas in der runtergekommenen Bude rumzuschnüffeln. Nach einiger Zeit fand sie eine wunderschöne Tasche. Sie poste damit rum und fand sie richtig scharf. Sie zündete sich eine Kippe an um noch cooler zu sein (obwohl das eh keinen interessiert hat). In ihrem Vollsuff ließ sie die Kippe in die Tasche fallen. Sie kramte aufgeregt um an die Kippe zu kommen, leider war die Tasche noch aus den 80ern und die Mutter vergaß zu kontrollieren, ob auch alle Spritzen raus sind.<br />
Lange Rede, kurzer Sinn, sie stach sich an der Heroinspritze und starb. Die Wohnung fackelte auch noch ab und das Chaos war perfekt</p>
<p>Die Moral von der Geschicht:<br />
„Legt euch nicht mit Metzgern an!“</p>
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</ol></p>]]></content:encoded>
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		<title>Der Froschkönig – Mord, Totschlag und Finanzkrise</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 23:48:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir präsentieren ihnen heute einen Neuling aus unserer Reihe &#8220;Moderne Märchen der Gebrüder Grimm&#8221;. Dies ist eine Co-Produktion von Ina &#8220;Butz&#8221; Althaus und Daniel &#8220;Aequitaz&#8221; Briese! Setzen sie sich hin, beugen sie ihren Kopf vor die Mattscheibe und lesen sie, das wohl spannendste Märchen der Welt: Der moderne Froschkönig (oder: Nicht noch ein weiteres Grimm-Märchen) Es war einmal eine sehr introvertierte Adlige, die dank der weltweiten Finanzkrise Pleite gegangen ist. Das einzige, was sie noch besaß, war eine Discokugel aus guten alten Zeiten. Da sie nun kein Geld mehr hatte musste sie in einem runtergekommenen Haus am Nauener Bahnhof wohnen. Manchmal, wenn sie sich alleine fühlte, ging sie zu einem Kloakenloch im vergammelten Hinterhof, da es stark an ihren alten Brunnen erinnerte. Sie zischte mit ihrer Discokugel rum und fühlte sich wie Michael Ballack unter Kokain. Diese Glücksgefühle hielten sie von einem erneuten Selbstmordversuch ab. Eines Tages, als die verarmte Adlige mal wieder einen schlechten Tag hatte, ging sie wiedermal zum Kloakenloch. Sie zischte mit ihrer Discokugel umher und fand alles ganz toll. Doch auf einmal fiel ihre Discokugel in das Loch! „Aua! Welches Arschloch schmeißt hier seinen Müll rein?“ Jemand schrie auf. Das Mädchen erschrak. Sie guckte runter und [...]
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</ol>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir präsentieren ihnen heute einen Neuling aus unserer Reihe &#8220;Moderne Märchen der Gebrüder Grimm&#8221;. Dies ist eine Co-Produktion von Ina &#8220;Butz&#8221; Althaus und Daniel &#8220;Aequitaz&#8221; Briese! Setzen sie sich hin, beugen sie ihren Kopf vor die Mattscheibe und lesen sie, das wohl spannendste Märchen der Welt:</p>
<p><img class="alignnone" title="Der Moderne Froschkönig" src="http://cultdudes.net/bilder/froschk.jpg" alt="" width="550" height="256" /></p>
<p>Der moderne Froschkönig (oder: Nicht noch ein weiteres Grimm-Märchen)<br />
Es war einmal eine sehr introvertierte Adlige, die dank der weltweiten Finanzkrise Pleite gegangen ist. Das einzige, was sie noch besaß, war eine Discokugel aus guten alten Zeiten. Da sie nun kein Geld mehr hatte musste sie in einem runtergekommenen Haus am Nauener Bahnhof wohnen.<br />
Manchmal, wenn sie sich alleine fühlte, ging sie zu einem Kloakenloch im vergammelten Hinterhof, da es stark an ihren alten Brunnen erinnerte. Sie zischte mit ihrer Discokugel rum und fühlte sich wie Michael Ballack unter Kokain. Diese Glücksgefühle hielten sie von einem erneuten Selbstmordversuch ab.<br />
Eines Tages, als die verarmte Adlige mal wieder einen schlechten Tag hatte, ging sie wiedermal zum Kloakenloch. Sie zischte mit ihrer Discokugel umher und fand alles ganz toll. Doch auf einmal fiel ihre Discokugel in das Loch! „Aua! Welches Arschloch schmeißt hier seinen Müll rein?“ Jemand schrie auf. Das Mädchen erschrak. Sie guckte runter und sah einen jungen Mann. Er war mit Gülle überzogen und war voll Aggro, weil sein Stoff alle gegangen war und er außerdem noch im Vollsuff in das Kloakeloch gerauscht ist.<br />
„Wie bist du da reingekommen?“ fragte das holde Weib. „Oah&#8230; Ich bin im betrunken mit so’nem ollen verrostetem Damenfahrrad ins Loch gefallen und nun lieg ich hier schon seit ’nem halben Tag!“. Die Prinzessin jedoch interessierte sich wenige für die Leiden dieses Penners, da sie finanziell schon genug Probleme hatte und von ihrem Ex darauf aufmerksam gemacht wurde, dass ihre Brüste zu klein sind und sie einen fetten Hintern hat. Deswegen vergaß sie das Zauberwort und feuerte ihn einfach nur entgegen „Gib mir doch mal meine Discokugel hoch!“<br />
Der Typ hatte zwar immer noch einen Kater und einen Cool Turkey, doch wusste er instinktiv, wann er eine Bordsteinschwalbe ausnutzen könne – und diese Situation war einfach perfekt.<br />
„Ich gebe dir deine verdammte Kugel, wenn du mir einen Hühnernudeltopf von Erasco bringst. Ich habe Hunger“ Doch leider hatte das Weib eine Hyperphenylketonurie und hatte deshalb keine Büchsensuppe da, jedoch eine schöne Schmalzstulle, die sie ihn anbat.<br />
„Ey, das kann doch nicht dein Ernst sein! Ich will zerfetztes Huhn in Suppe!“ Er war sichtlich verärgert und fuhr mürrisch fort „dann zieh mich hier wenigstens aus diesem Scheißloch herraus“<br />
Doch konnte sie ihn nicht rausziehen,  da sie auch noch Arthritis hatte – und generell roch der Typ sehr streng und sabberte.<br />
Seine Launen waren nicht mehr auszuhalten und er wusste auch nicht mehr so recht, was er nun noch sagen sollte. Aber eins war klar – so ohne weiteres bekommt die Olle die Kugel nicht! Somit stellte er die alles entscheidende Frage, die darüber entscheiden sollte, ob die introvertierte Adelige ihre Discokugel zurückkriegt oder nicht: „Wie heißt die neue Flamme von Boris Becker?“<br />
Das Mädchen schreckte zurück. Damit hatte sie nicht gerechnet. Und sie wusste auch keine Antwort, da Boris Becker seine Frauen öfters wechselt als seine Unterwäsche.<br />
Ihr wurde das zu bunt und sie rief mit einem Handy, welches mit Strassperlen von T€DI besetzt war, ihre Atzen an. Diese kamen dann auf verrosteten Herrenfahrrädern angefahren, vermöbelten den Typen und brachten der holden Prinzessin ihre (nun nach Kloake stinkende) Discokugel wieder zurück.<br />
Doch &#8211; Oh! Schockschwere Not! Eine Passantin, die sich aufgrund der häufigen Gewaltverbrechen am Nauener Bahnhof nur noch mit Pfefferspray und TS vor die Haustür traut, sah die Schlägerei mit an und rief die Bullen.<br />
Die Adelige war nun am Tiefpunkt ihrer Berg-ab-Karriere angekommen und bekam eine Strafanzeige wegen kollektiver Körperverletzung und unsachgemäßem Benutzen einer Discokugel.<br />
Der Penner jedoch bekam einen schönen Batzen Schadensgeld und ein neues Damenfahrrad.<br />
Und wenn er nicht gestorben ist, dann radelt er noch heute.</p>
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		<title>Hänsel und Gretel – Soziale Sicherheit durch moralische Differenzen</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 21:54:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hänsel und Gretel]]></category>
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		<description><![CDATA[Irgendwann neulich gab es da mal in einer kleinen Stadt, in der Nähe von Hamburg eine Familie. Diese bestand aus 4 Personen: Vater Hans, Mutter Gisela und die Geschwister Hänsel und Gretel. Alle lebten glücklich und zufrieden, bis das Unheil auf sie zukam – es nannte sich „Hartz IV“ und sollte schon bald das idyllische Familienglück, dieser sozialen Unterschichtsfamilie, zerstören. Nachdem die Eltern nun auf dieses Geld angewiesen waren und das Kindergeld vom Staat schon mit dem erreichen des 16ten Lebensjahres gestrichen wurde, schmissen die Eltern Hänsel und Gretel kurzer Hand auf die Straße, mit der Aufgabe sich gefälligst einen Job zu suchen. Und das Abenteuer der beiden begann. So wanderten beide Tag ein, Tag aus durch die Großstadt von Hamburg auf der Suche nach einem Arbeitsamt. Da nun glücklicherweise im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ein Paragraph vorhanden war, der nun lautet, dass man in Deutschland deutsch spricht – konnten sie an englischen Straßenschildern einigermaßen den Weg finden, den sie gesucht haben. Vorbei an Waschküchen, Fernsehstudios, Friseursalons, Supermärkten und Drogendealern kamen sie schlussendlich doch noch an ihr Ziel. Sie betraten dieses subventionierte Glasgebäude, wo am Eingang ein Schild mit der Aufschrift „Wenn Sie hier Hilfe suchen, dann sind sie falsch“ [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="Hänsel und Gretel" src="http://cultdudes.net/bilder/hug.jpg" alt="Soziale Sicherheit durch moralische Differenzen" width="350" height="490" /></p>
<p style="text-align: left;">Irgendwann neulich gab es da mal in einer kleinen Stadt, in der Nähe von Hamburg eine Familie. Diese bestand aus 4 Personen: Vater Hans, Mutter Gisela und die Geschwister Hänsel und Gretel.<br />
Alle lebten glücklich und zufrieden, bis das Unheil auf sie zukam – es nannte sich „Hartz IV“ und sollte schon bald das idyllische Familienglück, dieser sozialen Unterschichtsfamilie, zerstören.<br />
Nachdem die Eltern nun auf dieses Geld angewiesen waren und das Kindergeld vom Staat schon mit dem erreichen des 16ten Lebensjahres gestrichen wurde, schmissen die Eltern Hänsel und Gretel kurzer Hand auf die Straße, mit der Aufgabe sich gefälligst einen Job zu suchen.<br />
Und das Abenteuer der beiden begann.<br />
So wanderten beide Tag ein, Tag aus durch die Großstadt von Hamburg auf der Suche nach einem Arbeitsamt. Da nun glücklicherweise im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ein Paragraph vorhanden war, der nun lautet, dass man in Deutschland deutsch spricht – konnten sie an englischen Straßenschildern einigermaßen den Weg finden, den sie gesucht haben. Vorbei an Waschküchen, Fernsehstudios, Friseursalons, Supermärkten und Drogendealern kamen sie schlussendlich doch noch an ihr Ziel.<br />
Sie betraten dieses subventionierte Glasgebäude, wo am Eingang ein Schild mit der Aufschrift „Wenn Sie hier Hilfe suchen, dann sind sie falsch“ hing. Doch das schreckte die naiven Obdachlosen nicht ab und sie betraten freudestrahlend die Bundesagentur für Arbeit und kamen sogar mit einem Ein-Euro-Job als Altenpfleger wieder heraus – und als wäre das nicht genug,  bekamen sie sogar schon ihren ersten Rentner – eine alte Dame, die zurückgezogen in einem Wald wohnte. Ihr Name war Frau Nervig und sie war extrem pflegebedürftig.<br />
Am nächsten morgen fuhren Hänsel und Gretel in einem gelben, verqualmten Taxi zum Haus der alten Frau.  Auf den ersten Blick hatte es etwas von einer Holzhütte mit großem Vorgarten. In diesem standen Birnenbäume, Haselnuss- und Brombeersträucher. Die Fenster des Hauses hatten grüne Rahmen und einen gewissen Touch von etwas skandinavischen. – Auf den zweiten Blick stellte sich jedoch heraus, dass dieses Gebäude aus Lebensmitteln gebaut  und mit Kalorien zementiert wurde. Bei diesem Anblick würde sich jedes kleine Kind, welches von seiner Mutter zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt bekommen hat, sich die fehlende Liebe und Wärme durch das Verzehren dieses Hauses zurückholen – doch hatte Gretel ein Figurproblem und Hänsel war Diabetiker.<br />
So bewunderten beide dieses kulinarische Meisterwerk und traten ein. Beide gingen durch den großen Flur in die Küche, wo die alte Frau saß. Sie trank lieblichen Rum, aß Pfefferkuchen und guckte sich im Fernseher die Sendung „Zwei bei Kallwass“ an (Eine Konfliktberatung, die ihresgleichen sucht).<br />
Die Dame erschreckte sich und fragte, wer die beiden denn seien – und die Geschwister erklärten ihr die zustande gekommene Situation, dass sie von ihren Eltern rausgeschmissen wurden und nun organische Überreste (auch bekannt als Rentner) pflegen müssen. Die alte Dame zündete sich eine Zigarre an und antwortete hustend mit: „Gut gut, Ich bin Frau Nervig und werde wohl in einigen Belangen eure Hilfe gut gebrauchen können“<br />
Und das war dann auch so. Es stellte sich heraus, dass diese Frau mehr als unselbstständig war und weder von alleine aufstehen, noch sich etwas zu essen kochen konnte, obwohl sie früher Konditormeisterin in einem chinesischen Teigwarenladen war, was die Erscheinung der Hütte erklärt. Die „gute“ Dame war wirklich auf die Hilfe angewiesen.<br />
Beide bekamen am Abend im Haus der Dame ein Zimmer zugewiesen und so endete für Hänsel und Gretel der erste Tag – und schon bald sollte sich herausstellen, wie Frau Nervig zu ihren Namen gekommen ist.<br />
Beide genossen die Ruhe vor dem Sturm, als am nächsten Morgen das Dilemma begann. Die alte Frau kam nicht aus dem Bett, Gretel musste den ganzen Tag nur putzen, Gartenarbeit erledigen und kochen. Währenddessen musste Hänsel die Frau aus dem Bett hieven, Holz aus dem naheliegenden Waldsammeln, das Dach reparieren und andere Sachen, die das Leben schwerer machen tun.<br />
Dieser Zustand dauerte nun wochenlang so an. Dieser Job wurde zu einem wahrlichen bürgerlichen Trauerspiel, mit Mord am Ende – denn die Frau Nervig hatte immer etwas an der Arbeit der beiden auszusetzen. Entweder war der Fußboden nicht sauber genug, die Kartoffeln übersalzen oder es wurde zu wenig Holz gesammelt.<br />
Eines Tages fassten beide den Entschluss, dass es so nicht weitergehen kann, da der Gehalt einfach nicht gerechtfertig – und diese Knochenarbeit ein Horrortrip ist.<br />
Als Gretel an einem sonnigen Tag ein Brot im Steinofen der alten Frau buk, da dieser in den meisten Pizza-Kochsendungen im Fernsehen immer angehimmelt wird, ist ihr ein genialer Einfall gekommen – und zwar hat sich das Brot nach einiger Zeit in Asche verwandelt, weil Gretel die ganze Zeit mit ihrem Handy rumgespielt hat, da sie im Jamba-Sparabo so tolle Spiele bekommt.<br />
„Dies könne man doch sicher auch mit Menschen machen“, dachte sie sich und erzählte es gleich dem Hänsel. Dieser war begeistert von dem Geistesblitz seiner Schwester. Wenn sie Frau Nervig in den Ofen schieben würden, hätten sie ein Problem weniger und bekämen sogar noch die Rente.<br />
Gesagt getan. Am nächsten Tag nutzten sie beim Mittagessen die Situation aus. Frau Nervig guckte gespannt ihre Lieblingsmittagssendung „Punkt 12“ . Katja Burkard verwies auf einen Beitrag von Roberta Bieling, dass Nazan Eckers meinte, dass Pamella Anderson betrunken und ohne Hose bei einer Party aufgetaucht war, und neben David Hasselhof jetzt als weiterer Ex-Baywatch-Star eine steile Karriere nach unten ablegte.<br />
Jedenfalls fesselten sie die Frau nun unspektakulär, steckten sie in den Steinofen und verbrannten Sie. Da sich das provisorische Gebiss der alten Frau in einem Wasserglas mit Kukident befand, konnte man die Schreie nicht hören und mit einer stark rußenden Flamme verabschiedeten sich zwei der größten Probleme der Geschwister.<br />
Von nun an kassierten sie freudestrahlend die Rente der alten Frau und führten ein schönes Leben auf Kosten des Staates.<br />
Und wenn die Ämter es noch nicht herausgefunden haben, kassieren sie das Geld auch heute noch.</p>
<p style="text-align: right;">- Aequitaz</p>
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		<title>Das Moderne Schneewittchen</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 12:14:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Dan</dc:creator>
				<category><![CDATA[Märchen]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor nicht all zu langer Zeit lebte ein Mädchen mit seiner Stiefmutter im Berliner Stadtteil Neukölln. Das Mädchen hatte lange schwarze Haare, weil es früher mal einer Gruftie-Sekte angehörte; aschfahle Haut, weil es nur mit starken Sunblockern das Haus verlässt und roten Lippen, da es mit 17 Jahren noch nicht gelernt hat, sich nach dem Spaghettibolongneseverzehr den Mund zu säubern. Dieses Mädchen lebt nun mit einer exzentrischen Stiefmutter in einer Zweizimmerwohnung in ärmlichen Verhältnissen. Zwar kann sich das Mädchen von ihrem Aushilfsjobgehalt von McDonalds immer noch in den lokalen Picaldi-Botiquen die tollsten Kleider kaufen, doch sieht das bei der Stiefmutter schon anders aus. Sie will nämlich ewig jung und schön aussehen und spritzt sich deshalb literweise Botox und zieht sich heimlich die Klamotten von Schneewittchen an, in der Hoffnung, dass sie schon nichts mitbekommt. Einmal ging es sogar so weit, dass die Stiefmutter nach einer LSD-Überdosis dachte, dass der Spiegel in ihrem Schlafzimmer mit ihr spräche – und von dort an war diese Frau völlig durchgeknallt. Die halluzinogene Wirkung von dem Lysergsäurediethylamid zerstörte so einige Funktionen in ihrem vegetativen Nervensystem und sie machte Schneewittchen mit billigen Parolen runter und wollte, dass sie auszieht, da sie die schönste Frau im ganzen [...]
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone" title="Schneewittchen" src="http://cultdudes.net/bilder/schneewittchen.jpg" alt="" width="550" height="331" /></p>
<p>Vor nicht all zu langer Zeit lebte ein Mädchen mit seiner Stiefmutter im Berliner Stadtteil Neukölln. Das Mädchen hatte lange schwarze Haare, weil es früher mal einer Gruftie-Sekte angehörte; aschfahle Haut, weil es nur mit starken Sunblockern das Haus verlässt und roten Lippen, da es mit 17 Jahren noch nicht gelernt hat, sich nach dem Spaghettibolongneseverzehr den Mund zu säubern.</p>
<p>Dieses Mädchen lebt nun mit einer exzentrischen Stiefmutter in einer Zweizimmerwohnung in ärmlichen Verhältnissen. Zwar kann sich das Mädchen von ihrem Aushilfsjobgehalt von McDonalds immer noch in den lokalen Picaldi-Botiquen die tollsten Kleider kaufen, doch sieht das bei der Stiefmutter schon anders aus. Sie will nämlich ewig jung und schön aussehen und spritzt sich deshalb literweise Botox und zieht sich heimlich die Klamotten von Schneewittchen an, in der Hoffnung, dass sie schon nichts mitbekommt.</p>
<p>Einmal ging es sogar so weit, dass die Stiefmutter nach einer LSD-Überdosis dachte, dass der Spiegel in ihrem Schlafzimmer mit ihr spräche – und von dort an war diese Frau völlig durchgeknallt. Die halluzinogene Wirkung von dem Lysergsäurediethylamid zerstörte so einige Funktionen in ihrem vegetativen Nervensystem und sie machte Schneewittchen mit billigen Parolen runter und wollte, dass sie auszieht, da sie die schönste Frau im ganzen Haus seien wolle, da der Spiegel es so gesagt hätte.</p>
<p>In ihrer pubertären Naivität gekränkt, rannte Schneewittchen in ihren hochhackigen Manolo Blahnick-Stiefel über 7 Bergen zu den 7 Zwergen, da sich das gut in einem Tagebucheintrag bei LiveJournal macht, wenn man einen Stabreim und unbekannte Designernamen verwendet, die sonst nur in „Sex and the City“ Beachtung finden.<br />
Das war nun wirklich eine Wohltat, für dieses Mädchen und die rannte in das Haus der 7 Zwerge, wo sie nach diesem Sprint von Neuköln nach Quermaten so dermaßen ausgepowert war, dass sie nur noch Hausfriedensbruch begehen konnte.<br />
Sie hatte einen so dermaßen großen Kohldampf, dass sie den gesamten Kühlschrankinhalt leerte, mitsamt polnischen Senfgurken, Brokkoli und Rollmöpsen.</p>
<p>Nach einer Fressnarkose in viel zu klein geratenen Betten, kamen die Hausherren in ihr getrautes Heim marschiert und bemerkten diese zauberhafte Siebzehnjährige. Schneewittchen wurde von diesen Männern durch und durch begutachtet und dann weckten sie sie auf.</p>
<p>Nach anfänglichen Disputen, aufgrund des leeren Kühlschranks und des Hausfriedensbruch, verstanden sich die 8 Personen immer besser und sie konnten sich nach ein paar Wochen ein Leben ohneeinander nicht mehr vorstellen. Jeden Abend feierten sie ausgiebig und tranken sehr viel Alkohol, weswegen Schneewittchen für diese kleinen älteren Herren irgendwann empfänglich wurde.</p>
<p>Es dauerte nicht mehr lange, bis Schneewittchen ihre Lage realisierte und beschloss, dagegen etwas zu unternehmen. Da sie ein einfaches ableben mithilfe eines Stricks oder einer Pistole zu klischeehaft fand, kaufte sie sich von einer fliegenden Händlerin mit türkischem Migrationshintergrund einen Gürtel aus Bergziegenleder, der super zu ihren hochhackigen Designerstiefeln passte.</p>
<p>Nun stellte sich Schneewittchen in den Obstgarten der sieben Zwerge und versuchte durch zu festes anlegen der Gürtelschnalle einen Tod durch innerliche Blutungen und Quetschungen herbeizuführen, was jedoch nicht klappte. Diese Tatsache machte Schneewittchen nur noch deprimierter.<br />
Deshalb schnappte sie sich einen Apfel aus den Obstgarten und spritze Cyankali in ihn hinein, um diesen anschließend zu essen. Leider kam ein junger Mann mit einer Persönlichkeitsstörung vorbei, der behauptete ein Prinz zu sein. Da er sich am letzten einsamen Wochenende eine Überdosis Scrubs reingezogen hatte, konnte er Schneewittchens Magen mit seiner Zunge auspumpen um schließlich den blausäurevergifteten Apfel zu entfernen.<br />
Da das Cyankali noch nicht zu wirken anfing, konnte Schneewittchen sofort wieder aufstehen und erblickte den psychisch gestörten Prinzen. Da diese im Vergleich zu den 7 mickrigen Männern unheimlich gut aussah, verliebte sich Schneewittchen sofort in ihn und erzählte ihm jedes Detail von ihrem Werdegang – von der Neuköllner Mc-Donalds-Aushilfe zur Bewohnerin eines Gutsherrenhauses.<br />
Beide wollten nun ein glückliches Leben in wunderbarer Zweisamkeit führen, weswegen sie die hässliche Stiefmutter beim Jugendamt anschwärzten und sich somit eine Genugtuung verschaffen wollten.<br />
Die Konsequenzen hierbei waren dann, dass der Stiefmutter das Sorgerecht weggenommen wurde, und da Schneewittchen noch minderjährig war, und alle ihre Verwandten nicht erreichbar waren, zog sie mit ihrem „Prinzen“ in ein Jugendheim für psychisch labile Bonzenkinder, welches wie ein Schloss aussah – und lebten dort bis zu ihrem bitteren Ende.<br />
Und wenn sie heut’ noch leben, dann sind sie ein Wunder der modernen Medizin.</p>
<p>- Dieses modernes &#8220;moderne Schneewittchen&#8221; wurde ihnen präsentiert von &#8220;Die Gebrüder Grimm AG&#8221; &#8211; &#8220;Wir sammeln Märchen, da wir nichts besseres zu tun haben&#8221;. Sämtliche Rechte liegen bei dem deutschen Volk, was irgendwann mal die erste Verfassung erzählt hat.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;</p>
<p>Die Inspiration hierzu habe ich von Butz und einer gewissen Julia Franke (also known as Virgilia Grady) bekommen (und natürlich das grauenhafte Nachmittagsprogramm der Privatsender) <img src='http://cultdudes.net/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p style="text-align: right;">- Aequitaz</p>
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